Neues Jahr, neuer Elan. Apps für gute Gewohnheiten, Meditation und Sport.

Aktualisiert: Jan 8




Ich muss zugeben, dass ich ein absolutes Neujahrs-Victim bin, was gute Vorsätze angeht. Man kann zwar jeden Tag im Jahr damit beginnen, gute Gewohnheiten zu etablieren, gesünder zu essen oder mehr Sport zu machen, aber ich finde, so ein Jahreswechsel birgt eine so pulsierende Energie, dass ich mich einfach nicht davon freimachen kann - und will.

Nicht nur schreibe ich auf, was ich verbessern oder welche neuen Sachen ich lernen möchte, auch schreibe ich mir immer eine Bucket List, eine To Do-Liste mit Dingen, die ich erleben möchte und Zielen, die ich erreichen möchte. Dies kann ein sportlicher Wettkampf, aber auch ein Camping-Trip in die Alpen sein. Dieses Jahr haben mein Freund und ich auch gemeinsame Listen geschrieben, was ich nur jedem Paar empfehlen kann, aber das nur als kleine, persönliche Abschweifung.


Ich habe über die Jahre gemerkt, dass es mir enorm hilft, solche Vorhaben aufzuschreiben. Weil es einen bei der Stange hält und weil man, ja, ganz banal, solche Dinge auch mal vergisst, gerade wenn man sich immer sehr viel vornimmt. Außerdem ist es einfach ein tolles Gefühl, ein kleiner täglicher Win, wenn man seine winzigen Meilensteine abends abhaken kann und somit weiß, dass man wieder einen kleinen Schritt in die richtige Richtung gegangen ist. Zudem habe ich auch gemerkt, dass ich nicht so schnell ein schlechtes Gewissen bekomme, wenn ich mal einen Tag (oder zwei) nix mache, denn ich sehe dann das große Ganze und weiß mich einzuordnen.

Und wenn aus den ein, zwei Tagen mal mehr werden, dann können solche Apps manchmal besser als ein handschriftliches Dokument helfen. Denn ein handschriftliches Dokument, wie ich es immer noch am liebsten mache, schickt Dir keine Notification und verpasst Dir somit keinen Arschtritt, sondern es liegt dann einfach in der Schublade.


Ich habe hier eine Liste aus Apps zusammengestellt, die ich entweder selbst benutze oder Freunde und Freundinnen von mir. Die Apps sind sowohl für Erwachsene, als auch für Jugendliche super geeignet und je nach Zielen und Gewohnheiten kann sich jeder etwas für sich rauspicken. Also vielleicht könnt ihr die Apps gemeinsam mit euren Teens anschauen und über angestrebte oder schon etablierte Gewohnheiten sprechen. Die Tochter geht ständig fürs Fußballtraining joggen, aber trackt es nicht? Vielleicht macht es noch mehr Freude seine Erfolge zu sehen und mithilfe der aufgezeichneten Daten seine Verbesserung schwarz auf weiß zu haben?



1. Habit – Daily Tracker

Ich liebe diese App, aber direkt ein großes Manko vorweg: Es gibt sie (bisher) nur für iOS, also nur für Apple-Nutzer:innen. Aber im nächsten Punkt habe ich auch eine Habit-App für Android-Nutzer:innen.

Das Design ist super schön und die App ist so intuitiv und easy, dass sogar meine 78-jährige Omi sie bedienen könnte. Man sieht immer den heutigen und die vier vorherigen Tage, um direkt zu sehen, wie man die Tage vorher performt hat. Man kann einstellen, ob man die Aufgabe täglich, wöchentlich, drei Mal pro Woche oder beliebig oft abhaken möchte. Auch ob die App einen daran erinnern soll und wenn ja, wann sie das tun soll, kann man einstellen. Der nennenswerte Unterschied zu anderen Habit Trackern ist, dass man beliebig viele Ziele einstellen kann. Bei vielen Konkurrenz-Apps kann man in der kostenlosen Variante nämlich nur drei Habits einstellen.



2. Avocation – Habit Tracker

Eine zweite Habit-App, die ich vorstellen möchte, weil sie vielleicht gerade bei Jugendlichen durch ihr süßes Design besticht und auch, weil es diese App auch für Android-Nutzer:innen gibt. Ich habe sie ausprobiert, aber ich benutze lieber die obige App, aber das ist ja total Geschmackssache. Nennenswert und sehr schön ist, dass es kleine Artikel über die Wissenschaft hinter Gewohnheiten gibt, die allerdings auf Englisch geschrieben sind.

Obacht: In der kostenlosen Variante kann man nur drei Gewohnheiten anlegen. Die bezahlte Variante kostet einmalig 16,99€.



3. Nike Run Club

Für Leute wie mich ist diese App zum Joggen bestens geeignet. „Leute wie mich“ bedeutet, dass man lediglich Hobby-Läufer ist, also nicht täglich joggt. Manchmal nicht mal wöchentlich, haha. „Profis“ benutzen oft Strava, aber für Hobby-Jogger:innen tut es die Nike Run Club-App auf jeden Fall. Die App ist für meinen Geschmack sehr ästhetisch designt: modern, sportlich. Man sieht die zurückgelegte Distanz, die Route in der integrierten Map eingezeichnet, das durchschnittliche Tempo, die insgesamt gelaufene Zeit, die Höhenmeter und die verbrannten Kalorien. Und noch weitere Details, die jetzt aber zu weit gehen würden.

Toll ist, dass alle Funktionen kostenlos sind.



4. Pomodoro Timer

Kennt ihr die Pomodoro-Technik? Wenn nicht, gar kein Problem. Ich selbst habe auch erst vor etwa einem Jahr davon gehört. Das ist eine Methode, mit der man seine Zeit in 30 Minuten-Abschnitte einteilt. 25 Minuten arbeitet man, 5 Minuten macht man Pause. Nach vier solcher Abschnitte, genannt "Pomodori" soll man eine längere Pause von etwa 15-20 Minuten machen. Mein Freund hat das bei den Vorbereitungen für seine Staatsexamen genutzt und war sehr zufrieden, so wie auch meine beste Freundin Marlene:

„Gerade bei anstrengender Arbeit und Aufgaben, die mir wenig Spaß machen, fällt es mir oft schwer, mich nicht ablenken zu lassen. Vor zwei Jahren habe ich angefangen die Pomodoro-Methode anzuwenden und benutze seitdem auch die Desktop App ‘Be Focused’. Durch den gut sichtbaren Timer auf meinem Bildschirm hilft mir die App mich voll zu konzentrieren und meine Zeit klar in ‚Arbeitszeit’ und ‚Pausen’ aufzuteilen.“


Es gibt viele Apps, manche nur für iOS, manche für Android und iOS, manche kostenpflichtig, manche kostenlos. Am besten gebt ihr in eurem App Store oder Google Play Store „Pomodoro Timer“ ein und schaut, welcher euch gefällt, wenn diese Technik euer Interesse geweckt hat.



5. WaterMinder

Mit ein bisschen Eigenlob darf ich verlauten lassen, dass ich zu jener seltenen Spezies gehöre, die täglich genug Wasser trinkt. Aber, oh boy, kenne ich viele, die das nicht tun. Dabei ist es so wichtig und ebenso einfach. Und die, die eben doch Erinnerungen brauchen, die könnten sich ja eine App holen, die sie daran erinnert. Ich persönlich habe vor ein paar Jahren, als ich mir mehr Wasser trinken angewöhnen wollte, die App WaterMinder benutzt und zu meiner Freude sehe ich, dass es die App immer noch gibt. Sie ist cool designt und intuitiv bedienbar. Immer noch kostenlos, und für iOS und Android. Jackpot.



6. Insight Timer

Ich kann nicht glauben, dass ich diese App nicht schon früher kannte, was mich auch gleich zu meiner ersten Info bringt: Ich nutze diese App noch nicht (werde ich ab sofort), habe sie mir also erst im Zuge der Recherche für diesen Artikel runtergeladen. ABER: Sie sieht echt klasse aus und ist im Gegensatz zu fast allen anderen Achtsamkeits- oder Meditations-Apps kostenlos. Sie ist sehr schön designt und was ich persönlich cool finde: Man kann die geführten Meditationen nach Zeit sortieren. Wenn man also nur kurz Zeit hat, kann man 5 oder 10 Minuten auswählen und ist good to go. Die App hat verrückt viel Content, nämlich über 70.000 Meditationen, Live-Workshops mit Coaches und Live-Aufführungen mit Musiker:innen, Live-Yoga-Sessions, und so viel mehr. Die App gibt es für iOS und Android und ist kostenlos. Ich bin absolut begeistert.


Bild von HeungSoon von Pixabay.

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